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News - 23.11.2005Papierbezüge der Papier Union von April: Die Fakten |
Papier Union handelt verantwortungsvoll Die Papier Union kauft bzw. verkauft ausschließlich solche Papiere des Herstellers April, deren Zellstoff aus Holz von nachhaltig und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen bewirtschafteten Akazienplantagen gewonnen wird. Dies ist durch Audits die renommierten Prüfungsgesellschaft SGS Société Générale de Surveillance überprüft und bestätigt. Ihren Kunden stellt die Papier Union auf Anfrage gerne entsprechende Zertifizierungsurkunden zur Verfügung. Für die wiederholt seitens der Umweltorganisationen Robin Wood und Regenwald e. V. behaupteten Menschenrechtsverletzungen Aprils fehlen bis heute konkret nachvollziehbare Belege. Sie konnten auch in persönlichen Treffen von Unternehmensvertretern mit Repräsentanten örtlicher Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen auf Sumatra nicht erbracht werden. Es trifft zu, dass April bis heute ca. 2/3 seines Holzbedarfs für die Zellstoff/Papierherstellung durch Einschlag in bestehende Wälder abdeckt. Dabei handelt es sich jedoch um degradierte Bestände, die durch jahrelangen unkontrollierten illegalen Holzeinschlag örtlicher Holzfäller stark geschädigt und deshalb ökologisch nicht (mehr) wertvoll bzw. besonders schützenswert sind. „Illegaler“ Holztransport zum Aprilwerk Kerenci– Die Fakten Robin Wood bezieht sich auf den von EoF (Eyes of the Forest), eine von örtlichen Umweltorganisationen gegründete Initiative auf Sumatra, erhobenen Vorwurf, April beziehe Holz aus illegalen Quellen. Der von EoF konkret reklamierte Holztransport der Firma CV Jasa Karya, eines Zulieferers von April, im Juni des Jahres wurde zwischenzeitlich überprüft und ist legal. Bei dem fraglichen Unternehmen handelte es sich um einen der wenigen zugelassenen und zertifizierten Drittlieferanten des Konzerns, der für die betreffende Holzlieferung aus dem infrage stehenden Gebiet tatsächlich eine gültige Lizenz besitzt, bestätigt durch Erlass des Forstministeriums No. 101/Menhut-II/2004. Den Hintergrund dieses Vorfalls bildet ein anhaltender Konflikt zwischen April und Dritten über die Nutzung eines Lizenzgebiets von April, wobei von dritter Seite die Pflanzung einer Ölpalmplantage bevorzugt wird und das hierzu eingeschlagene Holz über eigene (nicht überprüfte) Unternehmen abtransportiert werden soll. Die Anschuldigung gegen April war offenbar von Vertretern dieser alternativen Wirtschaftsinteressen lanciert. Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass April Holzlieferungen aus illegalen Einschlägen von dubiosen Drittlieferanten mit die Einführung eines strengen, durch SGS zertifizierten Kontrollsystems bereits seit 2004 weitestgehend ausgeschlossen hat. Das Kampar Projekt – Die Fakten

Tatsache ist: April hat offiziell einen Antrag zur Errichtung größerer Akazienplantagen auf der Kampar Halbinsel gestellt, der von den örtlich zuständigen Behörden zwischenzeitlich auch genehmigt und durch das staatliche Forstministerium in Jakarta ausdrücklich bestätigt wurde. Dadurch ist zugleich sichergestellt, dass eine unzulässige wirtschaftliche Einflussnahme auf die Entscheidung der lokalen Genehmigungsbehörden ausgeschlossen ist. Die natürliche Bewaldung der Kampar Halbinsel ist durch jahrelange illegale Einschläge lokaler Kleinunternehmen und Holzfäller (im Bild rot) bereits soweit geschädigt, dass ausweislich eines Weltbank-Gutachtens schon in den kommenden Jahren mit seiner vollkommenen Zerstörung zu rechnen ist. Satellitenbilder (s. Bild) ) zeigen insbesondere in den Randzonen der Halbinsel irreparable Degradation. Die Konzeption Aprils sieht die Anlage einer Art Akazien-Plantagengürtel (im Bild gelb) vor, der einerseits den inneren, weniger geschädigten Teil der Insel vor weiteren illegalen Einschlagaktivitäten abschirmen und andererseits der lokalen Bevölkerung in Form von Plantagenbewirtschaftung eine legale Erwerbsquelle bieten soll, die heute überwiegend durch illegale Holzeinschläge ihren Lebensunterhalt bestreitet.
Das Projekt wird von der renommierten englischen Beratungsfirma Pro Forest begleitet, die mit der Identifikation und Festlegung von absoluten Schutzzonen innerhalb der Konzessionsgebiete Aprils betraut ist und damit die Wahrung ökologischer Belange sicherstellt. Bis zur abschließenden Identifizierung aller infrage kommenden schützenswerten Areale wird April grundsätzlich keine Einschläge in den Plangebieten vornehmen. Ein entsprechendes Moratorium ist erklärt und wird strikt befolgt.
Wie schon beim Projekt Tesso Nilo (Sumatra) sehen Experten in dieser Form kontrolliert wirtschaftlicher Teilnutzung von Kampar die einzige realistische Möglichkeit eines langfristigen Schutzes der noch verbliebenen schützenswerten Waldgebiete dort, da Polizei und Behörden nicht willens bzw. nicht in der Lage sind, den fortgesetzten illegalen Einschlägen durch örtliche Holzfäller Einhalt zu gebieten. Der Kota Baru Konflikt – Die Fakten Hintergrund des Vorfalls war eine anhaltende Auseinandersetzung zwischen der Gemeinde Kota Baru (Sumatra) und April über die forstwirtschaftliche Nutzung gemeindenaher Waldgebiete. Im Zusammenhang mit Verhandlungen zwischen örtlichen Gemeindevertretern und April über finanzielle „Entschädigungen“ (zu Deutsch: Schmiergelder) ist es zu teilweise unkontrollierten Gewaltanwendungen von Mitgliedern des April-Sicherheitsdienstes gegen Anwohner aus Kota Baru gekommen, bei denen erhebliche Personen- und Sachschäden entstanden sind. Robin Wood meint darin eine Menschen verachtende Grundhaltung Aprils zu erkennen, die jegliches Geschäft mit dem Unternehmen zumindest hoch unmoralisch mache. Unstreitig – und seitens örtlicher Umweltorganisationen bestätigt – nahm die Entwicklung in Form von Übergriffen illegal operierender Holzarbeiter aus Kota Baru auf Angestellte und technisches Gerät von April ihren Anfang. Die seitens April eingeschaltete Polizei unternahm – wie oft in Indonesien – nichts. Die daraufhin veranlasste Befreiung der festgehaltenen April Mitarbeiter und die Rückholung des entwendeten technischen Geräts eskalierte in erheblichen Gewaltakten auch gegen Unbeteiligte. Die seitens April in diesem Fall praktizierte eigenmächtige und gewaltsame Durchsetzung seiner Interessen kann nicht akzeptiert werden, auch wenn diese verständlich war. Die Papier Union hat insoweit gegenüber April klar zum Ausdruck gebracht, dass eine derartige Gewalteskalationen unter keinen Umständen akzeptiert und die Geschäftsbeziehung beendet werden wird, falls April diese Vorgehensweise fortgesetzt als legitimen Teil seiner Interessendurchsetzung betrachten sollte. Zwischenzeitlich wurden Gespräche zwischen April und Vertretern der Gemeinde Kota Baru erfolgreich abgeschlossen, wonach April die entstandenen Schäden vollumfänglich ersetzt und darüber hinaus der Gemeinde erhebliche finanzielle Mittel zugewendet hat. April hat sich zudem bei den Betroffenen entschuldigt. Bereits Anfang des Jahres hat April unter Mitarbeit von örtlichen Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen ein Konfliktlösungsprogramm auf den Weg gebracht, mit dem derartige Interessenkonflikte mit friedlichen Mitteln und einvernehmlich geregelt werden. Lizenzgebiete, für die z. B. lokale Gruppen Rechte beanspruchen, werden von April bis zur vollständigen Klärung durch unabhängige Dritte aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen. Sie werden nach Art und Umfang erfasst und sind in den Jahresberichten des Konzerns öffentlich dokumentiert. Die Papier Union kann deshalb in dem konkreten Vorfall in Kota Baru nicht eine grundsätzliche Bereitschaft bzw. Strategie Aprils zur Gewaltanwendung gegen die lokale Bevölkerung erkennen, wie dies von Robin Wood behauptet wird. Konstruktiver Dialog wirksamer als Boykott Die Papier Union hält an ihrer Überzeugung fest, dass mit einem kritischen Dialog mehr im Sinne ökologisch und sozial verantwortlichen Handelns zu erreichen ist als durch einen Boykott. Tatsache ist: Durch die Einstellung jeglichen Papierbezugs von April würde angesichts einer gewaltigen Papiernachfrage in ökologisch weniger sensiblen Märkten wie z.B. China oder Asien auf Sumatra nicht ein Baum weniger gefällt! Nicht zuletzt durch den konstruktiv kritischen Dialog auch im persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen Aprils konnten beachtliche Fortschritte in der Waldbewirtschaftung des Konzerns erzielt werden. Dies wird auch von Vertretern einer namhaften Umweltorganisation anerkannt, die mit April eine Reihe gemeinsamer Umweltprojekte auf Sumatra unterhält. So z. B. im Tesso Nilo Projekt, bei dem nicht zuletzt aufgrund maßgeblicher Unterstützung Aprils ein wegen seiner einzigartigen biologischen Vielfalt besonders schützenswertes Waldgebiet in ein Naturschutzgebiet mit 100.000 ha umgewandelt und damit für die Zukunft von jeglicher wirtschaftlichen Nutzung ausgenommen wird. Schließlich wird April auch auf nachhaltiges Drängen durch die Papier Union in Kürze eine Auditierung seiner gesamten Waldaktivitäten gemäß dem indonesischen Waldmanagementstandard LEI abschließen. Dieser ist in einer Reihe wesentlicher Inhalte an das FSC® Scheme, den von den Umweltorganisationen unterstützen Standard zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung, angelehnt. Die Auditierung wird von unabhängigen Drittinstitution überprüft und durch einen kritischen Monitoring-Prozess begleitet, an dem auch örtliche Umweltorganisationen unmittelbar beteiligt sind. Der bisherige Fortschritt wird auf Seiten der beteiligten Umweltorganisationen grundsätzlich als ermutigend, der Dialog als konstruktiv bewertet. Dabei soll keineswegs verschwiegen werden, dass zu einer Reihe wichtiger Punkte nach wie vor stark widersprüchliche Positionen fortbestehen. Bis zum Abschluss der LEI Auditierung hat April ein Einschlagmoratorium für alle ungeklärten, potentiell schützenwerten Lizenzgebiete erklärt, das nach hiesiger Kenntnis eingehalten wird. Nach Meinung der Papier Union gibt April damit zu erkennen, dass es an einer konsequent nachhaltigen Ausrichtung seiner Unternehmens- und Waldaktivitäten interessiert ist, den Worten auch Taten folgen lässt und sich damit deutlich von den meisten seiner Wettbewerber aus der Region deutlich abhebt. Die Papier Union wird deshalb an ihrer Strategie des fortgesetzten kritischen Dialogs mit April fest halten.
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